Reisetipps
Finger weg von Rubbellosen

Die fiese Rubbellos-Masche auf Gran Canaria
Wer auf den Kanaren unterwegs ist - so auch auf Gran Canaria -, der macht früher oder später Bekanntschaft mit vermeintlichen Rubbellosen, die den großen Gewinn versprechen. Vor allem an Touristen-Hotspots in Playa del Inglés, Puerto de Mogán oder auch an der Promenade in Las Palmas lauert die Gefahr.
So läuft die Masche ab
Du wirst auf der Straße angesprochen, man drückt dir ein Gratis-Rubbellos in die Hand und - wie durch ein Wunder - hast du direkt einen der teuren Hauptgewinne abgeräumt (oft eine Luxusreise, Bargeld oder ein teures Tablet).
Das Einzige, was du in dem Moment richtig machen kannst: Schmeiß das Los weg (oder nimm es am besten gar nicht erst an) und geh weiter. Auf dich wartet kein toller Gewinn, sondern eine böse Überraschgung.
Der Weg in die Falle:
Um deinen "Gewinn" zu erhalten, erklärt man dir, dass dieser aus welchen Gründen auch immer nur in einer nahegelegenen Hotelanlage abgeholt werden kann. Damit du dorthin kommst, spendiert man dir sogar direkt eine kostenlose Taxifahrt.
Ab diesem Moment bist du in der Falle: Du findest dich auf einer aggressiven Verkaufsveranstaltung wieder und wirst stundenlang von geschulten Verkäufern bequatscht - und teilweise sogar dazu gedrängt -, einen Timesharing-Vertrag zu unterschreiben. Der angebliche Gewinn ist ab diesem Punkt völlig nebensächlich.
Was ist eigentlich ein Timesharing-Vertrag?
Mit einem Timesharing-Vertrag kaufst du dir das Recht, eine Ferienunterkunft jedes Jahr für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen.
- Du erwirbst dabei keinerlei Eigentum an der Immobilie, sondern lediglich ein zeitlich begrenztes Wohn- oder Nutzungsrecht.
- Neben dem ohnehin hohen Kaufpreis verpflichtest du dich zu jährlichen Betriebskosten, die vom Betreiber oft unvorhersehbar erhöht werden.
Viele Urlauber unterschreiben diese Verträge voreilig und merken erst im Nachhinein, dass sie an ein einziges Urlaubsziel geknebelt sind. Da diese Verträge extrem schwer zu kündigen sind, hat die EU zu deinem Schutz ein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeführt. Auch das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) warnt auf seiner Webseite eindringlich vor dieser Masche.
Sofortige Kasse: So viel Geld wird verlangt
Oft verlangen die Anbieter eine sofortige Anzahlung von rund 1.000 Euro. Es gibt laut EVZ aber auch Fälle, in denen die vollständige Summe sofort fällig wird - und die kann bei über 5.000 Euro liegen.
Da niemand so viel Bargeld im Urlaub dabeihat, begleiten sie dich natürlich gerne direkt zum nächsten Geldautomaten oder bieten Dir Kartenzahlung an.
Geld weg? Das kannst du jetzt tun
Das Geld sieht man in solchen Fällen wohl nie wieder - es sei denn, du hast schlau gehandelt: Die Chancen stehen gut, wenn die Anzahlung oder die Gesamtsumme per Kreditkarte (mit Unterschrift) bezahlt wurde.
Falls die Firma nicht freiwillig zurückzahlt, kannst du eine Zahlungsreklamation (ein sogenanntes Chargeback) bei deinem Kreditkartenunternehmen oder deiner Bank veranlassen. Erwähne dabei am besten den Begriff "Timeshare" - das kann deine Chancen deutlich erhöhen. Beachte aber: Die Banken arbeiten hier sehr unterschiedlich, eine absolute Garantie gibt es leider nicht.
Das solltest du NIEMALS tun, wenn du angesprochen wirst:
- Rubbellos gar nicht erst annehmen oder freirubbeln:
Ignoriere die Promoter auf der Straße einfach und geh direkt weiter. - Nicht auf den vermeintlichen Gewinn einsteigen:
Lass dich nicht von angeblichen Luxusreisen, Bargeld oder Gratis-Tablets locken - sie existieren nicht. - Unter keinen Umständen in das spendierte Taxi steigen:
Lass dich niemals in eine fremde Hotelanlage oder zu einem Veranstaltungsort fahren. - Niemals zusammen mit den Verkäufern zum Geldautomaten gehen:
Geh auf keinen Fall in Begleitung von Fremden Geld abheben. - Keine Dokumente unter Druck unterschreiben:
Lass dich vor Ort von niemandem bequatschen oder drängen - unterschreibe spontan keine Verträge. - Keinerlei Anzahlungen oder Zahlungen leisten:
Zahle vor Ort weder Bargeld noch spontan Beträge per EC- oder Kreditkarte.
Häufige Fragen
Was ist der Rubbellos-Betrug auf Gran Canaria?
Die Rubbellos-Masche auf Gran Canaria ist eine perfide Timesharing-Abzocke: Touristen werden an Hotspots wie Playa del Inglés oder Puerto de Mogán angesprochen und erhalten ein Gratis-Rubbellos, das angeblich einen Hauptgewinn verspricht. Um den "Gewinn" abzuholen, wird man in eine Hotelanlage gelockt und dort stundenlang von aggressiven Verkäufern bedrängt, einen teuren Timesharing-Vertrag zu unterschreiben. Der beste Schutz: Das Los gar nicht erst annehmen und weitergehen.
Was ist ein Timesharing-Vertrag und was ist damit auf Gran Canaria?
Ein Timesharing-Vertrag gibt dir das Recht, eine Ferienunterkunft jedes Jahr für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen, ohne dass du Eigentum an der Immobilie erwirbst. Neben dem hohen Kaufpreis verpflichtest du dich zu jährlichen Betriebskosten, die oft unvorhersehbar erhöht werden. Diese Verträge sind extrem schwer zu kündigen, weshalb die EU ein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeführt hat.
Wie viel kostet Timesharing auf Gran Canaria?
Bei der Rubbellos-Masche auf Gran Canaria verlangen die Anbieter oft eine sofortige Anzahlung von rund 1.000 Euro. Laut Europäischem Verbraucherzentrum gibt es aber auch Fälle, in denen die vollständige Summe sofort fällig wird - und die kann bei über 5.000 Euro liegen. Da niemand so viel Bargeld im Urlaub dabeihat, begleiten die Verkäufer ihre Opfer zum Geldautomaten oder bieten Kartenzahlung an.
Wo passiert der Rubbellos Betrug auf Gran Canaria?
Die Rubbellos-Masche auf Gran Canaria findet vor allem an Touristen-Hotspots statt, insbesondere in Playa del Inglés, Puerto de Mogán und an der Promenade in Las Palmas. An diesen Orten werden Urlauber auf der Straße angesprochen und mit vermeintlichen Gratis-Rubbellosen gelockt. Der beste Schutz ist, die Promoter zu ignorieren und direkt weiterzugehen.